
ergnot - Kapitel 17
eim Donnerwirt in Johnsbach sitzen drei Gendarmen. Im Ofen glimmen dicke Scheite und draussen pladdert der Herbstregen an die Fensterscheiben. Graue Nebelfetzen schleichen über die Wälder hin und wenn sie sich manchmal für kurze Zeit lockern, sieht man den Schnee von den Höhen und Jöchern schauen. Die drei in der Wirtshausstube haben dampfende Teehäferl vor sich stehn; den ganzen Tag sind sie durch den Wald und über die Almen gestreift; nun sind sie durchnässt, ausgefroren und missmutig. "Unter uns g'sagt," meint der Eine nach einem Schluck aus dem Häferl, "die ganze Sucherei is a Unsinn. Den find't kaner von uns."
"In dera Gegnd überhaupt nit!" lässt sich der Andere vernehmen.
"So blöd is der bestimmt nit, dass er sich da versteckt, wo ihn a jeds Kind kennt und wo er rechnen muss, dass er z'erscht g'suacht wird!"
Da sind aber die zwei anderen ganz gegenteiliger Meinung. "Auf der rechtn Spur san mir schon!" ereifert sich der Erste wieder und der Dritte nickt lebhaft: "Ganz gwiss is er da obn wo, im Hochtor oder wo. Da kennt er jedes Platzl, deden Schluf und a jeds Gamssteigl. Der is schon kraxelt, wo vor ihm noch ka Mensch gwesn is und wo vielleicht in hundert Jahr erst wieder wer hinkommt..."
"Das is 's ja!" Der Erste fuchtelt aufgeregt mit den Armen. "Da obn derwischen mir'n nit, da kann er si zwanzg Jahr lang verstecken! Da san mir alleweil die Blöden!"
raussen im Krautgarten räumt die Regina, ein festes, rundhüftiges Weiberleut so um die Dreissig, die letzten Krautköpfe weg. Die Kramer-Traudl reckt den Kopf über die Zaunlatten und wispert: "Kim her, a weng, Regerl -" und wie die Angerufene zum Zaun kommt, fragt die Traudl aufgeregt: "Du, is 's wahr, dass 'n Engl suachen, d' Schandinger!?"
Die Regerl schaut schadenfroh über den Zaun. Die Traudl hat ja auch einmal was gehabt mit dem Engl, sowas vergisst man nicht so schnell, überhaupt, wenn man den Burschen selber nit ungern gesehen hätt...
"Ja," sagt sie, "is wohl wahr. Desertiert is er beim Militär, und einen Höheren, i glaub, a Offizier wars, hat er schiach zuagricht'..."
"Na, was d' nit sagst!" Die Traudl tut verschreckt die Händ zusammen.
"Ja, ja - a Fallot is er ja allweil schon gewesen, der. Wirst sehgn, der kimmt no amal aufn Galgen!"
Die Regina dreht sich wieder zu ihren Krauthapeln hin. "Meinst, dass'n finden?" fragt die Traudl nochmal. Die Andere schupft die Achseln. "Was weiss i? - Jedenfalls, wann 's n finden is 's vorbei mit eahm. Eh ka Schodn um so ein' - hat eh schon gnua ausgfressen, der Haderlump..."
m Sonntag nach der Kirchen stehen die Mannerleut in Gruppen beisammen. Die Weiber drängen und stossen sich vor der Anschlagtafel beim Gemeindeamt. Jede wills mit eigenen Augen sehen, dass es wirklich und wahrhaftig dasteht und die Rinneder Rosl buchstabiert laut und langsam die Schrift auf dem weissen Zettel: "...dass der Engelbert Hochkogler wegen Fahnenflucht ausgeforscht und der gerechten Strafe übergeben werden soll. Personen, die Mitteilung über seinen Verbleib machen können, haben sich sofort beim Gemeindeamt zu melden. Wer dem Deserteur weiterhilft oder Unterschlupf gewährt, macht sich mitschuldig und muss mit strengster Bestrafung rechnen..."
h, es ist ein aufgeregtes Geschnatter vor dem Gemeindeamt in Johnsbach - und es reisst ein paar Wochen lang nicht ab. Hin und wieder kommt einer zum Bürgermeister und erzählt, er habe da oder dort einen gesehen, der wohl der Engl gewesen sein könnt; dann sind die Schandarmen wieder überall auf der Lauer, steigen an den letzten, schönen Spätherbsttagen nochmal in die Felsen hinauf, aber sie finden nichts.
"Hiaz, wann er wirkli da obn wär," sagen die ganz Gscheiten, "hia müasst er ja zan Vorschein kemmen. Liegt schon der Schnee obn und er müasst verhungern und derfrieren. Aber i sag, der is längst dahin..."
chnee fällt, der Winter kommt. Vom Engl nirgends die kleinste Spur. Da lassen sie das Suchen endlich sein. Auch das Gerede wird stiller und schläft allmählich ganz ein.
it schaurigem Pfeifen, Winseln und Johlen braust der Sturm über das Hochjoch, treibt Eisnadeln und Schneekristalle in irbelndem Reigen vor sich her. Fährt mit unheimlichem Gejammer in den hohlen, geschwärzten Stamm eines blitzgespaltenen Baumes - verschnauft ein wenig und springt aufs Neue heulend gegen die Felswände im Teufelskar. Fuchs, Reh und Hase haben sich in ihre verstecke geflüchtet und selbst die scheue Gämse flieht in die Niederungen. Einsam, verlassen von allem Lebendigen bieten die Gipfel und Felstürme ihre trotzigen Häupter den zornig anrennenden Mächten des Winters. "Tod - Tod - Tod..." heult es in den Schluchten und Kaminen, "Tod - Tod - Tod" gurgelt es aus den Spalten und Schründen und "Tod - Tod" weinen die verkrüppelten Zwergkiefern auf der Halde und krümmen sich unter der Wucht des Sturmes noch enger gegen die harten, nackten Steine. Das Lied vom Sterben und Vergehen klingt in tausend Akkorden über das Hochland.
in gespenstischer, flatternder Schatten huscht über die Halde; kauert sich minutenlang gegen die Felsbrocken, richtet sich wieder auf, wird vorwärts geschleudert, verschwindet und taucht weiter unten wieder auf. Kriecht als länglicher, dunkler Knäuel quer über den hartgefrorenen Boden. Richtet sich steil auf, taumelt und kollert den Steilhang hinunter, wo das Latschendickicht den ganzen Spuck verschluckt.
llmählich wird der Sturm müde, in immer grösseren Abständen springt sein zorniges Fauchen gegen das Zirbelgebüsch. Geht langsam über in ein hohes, metallisches Singen und wird endlich still. Der dunkle Knäuel unter den Legföhren bewegt sich, Arme tasten suchend nach oben - dann schiebt sich ein Kopf aus den Ästen empor, von wirren Haarzotteln überwachsen. Ein Gesicht hebt sich - ist es denn ein menschliches Antlitz? - Oder treibt ein Waldschratt, ein Kobold hier sein Unwesen? Die Haut ist, soweit sie nicht der verfilzte Bart bedeckt, graubraun und borkig wie Baumrinde, Nase und Backenknochen stehen kantig vor und die Augen brennen in tiefen Höhlen. Stärker bewegt sich das Astwerk, mühsam, auf allen Vieren, arbeitet sich ein Mensch aus dem Gestrüpp, richtet sich dann auf und schaut sich vorsichtig um. Tappt mit unsicheren Schritten weiter und versucht, das Latschenfeld zu umgehen. Strebt über Hügel, durch Mulden und Rinnen abwärts, dem Hochwald zu. Die Fetzen einer zerfransten, schmutzigen Soldaten-Uniform flattern lose um den ausgemergelten Körper.
och ist der Schnee nicht tief, der Sturm hat ihn stellenweise vollends weggefegt. Dennoch werden die Schritte des einsamen Wanderers immer langsamer, müder, zitternder. Pfeifendes Keuchen entringt sich der Brust, nur noch fünfzig Schritte - dann st Wald, dunkler, schützender Wald... nur noch dreissig Schritte, zwanzig - da versagen die taumelnden Füsse den Dienst. Mit einem stöhnenden Laut fällt er vornüber. Versucht nochmal verzweifelt, aufzustehen und sackt erneut zusammen.
ie leblos bleibt er liegen, unter dem bleigrauen Himmel. Und zwanzig Schritte vor ihm raunt und wispert der Wald. Ist er tot? Ist das wochenlang gehetzt und gejagt werden nun zu Ende? Wohl ist der Leib starr und reglos vor Erschöpfung, aber die Gedanken kreisen unablässig wie aufgescheuchte Vögel. Sterben? Muss ich nun sterben? Es wird schneien, bald, heute nacht noch. Wann ist Nacht? O, nicht mehr lange, es dämmert ja schon. Da oben, da weben sie schon das Leichentuch für mich. Kalt und weiss wird es mich zudecken und man wird umsonst nach dem Dserteur Hochkogler suchen - alles wird dann aus sein, alles aus. Der Hunger, die Kälte, die Freude, das Leid. Weggewischt, fort. Als hätte es nie einen Engelbert Hochkogler gegeben.
der nicht? Ist es nicht aus? Ist es wahr, dass man dann erst, nach dem Sterben, zur Rechenschaft gezogen wird für alles, was man im Leben getan hat? Was hab ich denn getan? Den Fisch hab ich in die Mistlacken geworfen - war das gut? Warum wollen sie mich denn einfangen und einsperren und erschiessen? Nun ja, ich bin ja fahnenflüchtig... Ist das wirklich so was Schlechtes? Wenn man den Drill und das Eingesperrtsein einfach nicht ertragen kann?
ab ich ihn vielleicht umgebracht, den Fisch? Dann wär ich ein Mörder - nein, ein Mörder möcht ich nicht sein. Nein, nein - hin ist er bestimmt nicht, der Fisch, so tief wars ja gar nicht und aufgefallen ist er auch nicht so hart, dass er sich was brechen hätt können oder den Schädel einschlagen... Das ändert aber nichts daran, dass ich sterben muss, wenn ich hier liegen bleib.Und ich muss liegen bleiben, ich bin zu schwach zum Aufstehen. Zu schwach - pfui Teufel!
ie lang hab ich nichts mehr gegessen? Ich weiss es nicht... Zuerst, ja, da ist es noch so halbwegs gegangen. Da fand man noch Beeren und Schwämme und auf den Steilhängen, knapp unter den Felsen, waren die Schafherden - da gelang es mit viel Vorsicht und Schlauheit ein paarmal, ein junges Lamm zu erwischen. Freilich, höllisch aufpassen musste man schon, denn zeitweise war es, als sei der ganze Wald und darüber hinaus bis in die Wände und Kare alles voller Spitzel, die nur darauf passten, dass man ihnen in die Finger lief.
agelang musste man oft in dem Felsloch am Totenköpfl hocken, aber damit ist es nun vorbei. Einen stutzen, wenn man hätte! Man müsste einmal versuchen, nach der Jagdhütte vom Hunsfeld zu schleichen - wenn nicht ein neuer Jagdaufseher da ist inzwischen, müsste man noch so manches vorfinden, was man jetzt gut brauchen könnte, auch einen Stutzen! Aber dahin darf man sich nicht wagen, es ist zu gefährlich! Einen, einen einzigen Menschen müsst man haben, auf den man sich verlassen könnt... Aber wo gibt es einen solchen? Früher, als man das Geld schüppelweise auf den Wirtshaustisch schmiss, da hatte man Freunde genug... Aber da war man noch der Freund und Jagdaufseher vom Grafen Hunsfeld; heute ist man nur der geflohene Soldat Hochkogler, der wegen Fahnenflucht erschossen werden soll...
rschossen werden?
Wäre es nicht esser, als hier liegen bleiben und verrecken vor älte und Hunger wie ein Vieh? Nein, nein, nein! Nicht erschossen werden, nicht verhungern oder erfrieren! Ich muss weiter, ich darf nicht liegen bleiben! Ich muss, muss, muss! Etwas zu essen, essen!
Es muss doch irgendwo irgendwas zu essen geben!
o ist die Huen von der Vroni? In zwei, drei Stunden müsst man dort sein... Ach, wär ich doch längst schon zu ihr gegangen! Wenn es überhaupt irgendwo in der Welt einen einzigen Menschen gibt, der auch jetzt noch ein kleines Fünkerl Lieb für mich abgerissenen, verlausten und verwilderten Lumpen übrig hat, dann ist es die Vroni...
ein, mein Lieber, sagt der Verstand, du kannst nimmer zur Vroni gehn - jetzt nimmer. Jetzt ist es zu spät. Du hast sie verrückt gemacht mit deiner Lieb, mit deiner verlogenen... Hast ihr's Heiraten versprochen - hast ein elendiges Luderleben geführt...
ast sie doch hineingehetzt in die Geschichte mit dem Grafen, aber wie sie dann in der Patsche gesessen ist, hast sie im Stich gelassen... Oh, es war kein schlechtes Geschäft für dich, nicht wahr? Und jetzt möchtest betteln gehn zu ihr? Jetzt wär sie dir wieder gut genug? Wärst wenigstens damals hingegangen zu ihr, nach dem Narrenspiel mit der Lore - aber da hast sie ja nicht gebraucht - da bist am Hohen Tauern herumzigeunert, bist auf ein paar Wochen verschwunden, hast Gras über die Sache mit der Lore wachsen lassen! Dann bist halt auf einmal wieder aufgetaucht in der Jagdhütte und im Revier, als ob nichts gewesen wär!
, wirklich, recht leicht und einfach hast es dir gemacht, das Leben! Und mit keinem einzigen Wörtel hast du jemals nach der Vroni gefragt - hat ja niemand was gewusst davon, wie du sie zum Narren gehalten hast! Hat ja niemand was gewusst, dass sie deine Braut gewesen ist... Und von dem Versprechen, das dir der Hunsfeld so teuer abgekauft hat, davon hat auch niemand was gewusst... Ja meinst denn, die Vroni mag dich noch? Geh nur hinunter zu ihr - aber sie hat keinen Platz mehr für dich, hörst du? Sie hat ja jetzt das Kind om Grafen, das eigntlich deines sein sollt! Aber sie hats ohne dich zur Welt bracht, jetzt braucht sie dich nimmer!
eh, geh nur! Freuen wird sie sich, wenn sie dich sieht, hinunter rennen wird sie nach Johnsbach: "Ich hab ihn gesehen, den Rauberskerl, den Deserteur, holt's ihn und schiesst's ihn nieder!" Dann hat sie die Rache für alles, was du ihr angetan hast! Vroni, liebe, gute Vroni, wimmert das Herz, hilf mir, ein einzigsmal hilf mir noch! Ich will ja alles gutmachen... Gutmachen?! lacht die höhnische Stimme von vorhin wieder, was willst denn du gutmachen? Was kannst denn jetzt noch für die Vroni tun? Du, der Landschelm, der Deserteur, der Todeskandidat? Es ist zu spät, Engelbert Hochkogler!
uchend, mit stieren Augen versucht er sich aufzurichten. Die Zähne klappern im Fieberschauer gegeneinander. Ein wilder, heiserer Schrei bricht aus ihm, voll Entsetzen und Verzweiflung, voll Auflehnung gegen den Tod: "Nein - nicht zu spät!" Und "spät - spät - spät" spottet das Echo aus den Wänden.
er Himmel wird schwarz. Kein Stern leuchtet. Grosse, weisse Flocken schweben nieder. Es schneit. "I will nit... sterben... i will nit..." Er wühlt das fieberglühende Gesicht in das kühle Weiss, kratzt mit starren Fingern die dünne Schneeschicht zusammen und steckt eine Handvoll in den Mund, rupft dürre Stengel ab und kaut gierig daran... Arbeitet sich stöhnend und keuchend halb in die Höhe, kniet im Schnee: Herrgott, du! Und wenn i auch ein Lump bin - und wenn i's tausendmal verdient hätt: lass mi nit verrecken!...
espenstische Schleier schweben vor seinen augen - Vroni? Du lasst mi nit im Stich, na, du nit...
Hast mir nit damals die Wunde, den brennenden, blutenden Striemen gekühlt, den mir der Sonnlechner mit der Peitsche schlug? Und damals, in der Nacht nach dem Kirtatanz, wie ich g'meint hab, ich könnt's nimmer ertragen, die Schmach und die Schand, die mir die Lore antan hat... da warst auch du gut mit mir... gut, wie sonst niemand auf der Welt...
Immer, immer bist gut gewesen, Vroni...
ie Schleier werden dichter, das Weiche, Warme hüllt ihn ein. Müde will er sich zurückfallen lassen - da blitzt ihm nochmal ein Gedanke jäh durch den Kopf - wie ein letztes Warnsignal in finsterer, schwarzer Nacht: Wenn du dich jetzt fallen lässt, liegen bleibst, dann stehst du nie wieder auf...
Die Gedanken verwirren sich, fliessen durcheinander...
Wäre es nicht schön, nicht mehr aufstehen zu müssen? Dann siehst du die Vroni nie mehr - nie mehr, hörst du? Die Vroni wartet, die Vroni!
a rafft er sich mit übermenschlicher Willensanstrengung auf: Vroni, i kimm! Und stolpert schwankend und tastend durch den nächtlichen Wald bergab.
Die Huben! Die Huben von der Vroni! Er spürt die Bleigewichte nimmer, die seine Füsse so schwer gemacht hatten! Genau wie früher liegt der hölzerne Bau im matten Schneelicht. Da steht der Engl wahrhaftig vor den niederen Fenstern, macht einen tiefen Atemzug und klopft leise gegen den geschlossenen Fensterladen. Neigt den Kopf vor und horcht - wenn jetzt jemand käme - und ihn sehen würde, hier am Fenster der Vroni...
Aber alles ist still. Da klopft er nochmal, "Vroni!" ruft er, leise, bittend, demütig... Nie zuvor hat er so gerufen an einem Kammerfenster...
rinnen rührt sich was, ein Riegel knarrt, rostige Angeln raunzen. Einen Spalt weit tut sich das Fenster auf, im Zwielicht neigt sich ein neugieriges Gesicht heraus - ein fremdes! "Vroni!" will er schreien, aber der Schrecken lähmt ihn. Die Frau hinter dem Fenster kann sein Gesicht nicht erkennen, es ist noch zu dunkel. Sie hebt die Laterne - ein entsetzter Schrei, klirrendes Glas - die Läden krachen zu. Nur im Unterbewusstsein fühlt der Engl, er ist erkannt worden, er muss rennen, rennen... Weg, weit weg von hier! Die Vroni ist nicht mehr da! Wo, wo ist sie? Wo kann er sie finden?
iel zu müde, viel zu kraftlos, um einen klaren Gedanken zu fassen, taumelt er in den Stall, rafft ein paar Rüben, ein paar Erdäpfel zusammen, schlägt mit dem Kopf hart gegen die Holzplanken der Stallwand... flüchtet wieder in den winterlichen Wald. Oben in der Rossleiten kann er nimmer weiter. Er kann nichts mehr denken, nichts mehr fühlen. Nur das eine, zwingende Verlangen erfüllt ihn: Schlafen - schlafen!
ine Hütte mit Wildheu steht da - ohne zu wissen, was er tut, kriecht er durch die offene Lucke, gräbt sich tiefer ins Heu - und dann ist alles um ihn ausgelöscht. Draussen schneit es. Unablässig fallen die Flocken und verwischen mitleidig die Spuren des Flüchtigen.
ortsetzung: Kapitel 18