EDANKEN ZUM GLORREICHEN ROSENKRANZ

rstes Geheimnis:

er von den Toten auferstanden ist

"Was sucht ihr den, der lebt, bei den Toten?" (LK 24,5)

s ist uns nicht schwergefallen, die Mutter unseres Herrn im freudenreichen Rosenkranz zu begleiten. Sie war uns menschlich nahe in ihren Freuden und Ängsten, und wir konnten mit ihr gehen, mit ihr fühlen. Auch im schmerzhaften Rosenkranz haben wir mit ihr gelitten um den Sohn, haben seine und ihre Schmerzen mitempfunden und unsere eigene Last und die Not der ganzen Menschheit dazugelegt. Auch hier vollzog sich alles im irdischen Bereich, war für uns miterlebbar, nachvollziehbar.

m glorreichen Rosenkranz vollzieht sich alles Geschehen bereits in anderen Dimensionen, die mit dem Verstand nicht erfaßbar sind, nur der Glaube und das Vertrauen auf die Worte Jesu und seiner Zeugen kann uns wahre Osterfreude schenken.

lauben aber ist Gnade.

ir sind bereit, die Botschaft anzunehmen, daß Jesus auferstanden ist. Er ist ja Gottes Sohn. Aber wir wagen kaum, diese Frohbotschaft auch auf uns selbst zu beziehen. Wir können uns von unserer eigenen Auferstehung, von dem ewigen Leben, keine Vorstellung machen, und darum ist so wenig Hoffnung, so wenig Freude zu spüren in der Welt, auch unter uns Christen. Wundern wir uns nicht - auch die Jünger des Herrn "hielten das alles für Geschwätz und glaubten den Frauen nicht" (Lk 24,11).

uch sie, seine engsten Freunde, konnten es nicht glauben, nicht fassen, auch Petrus nicht, der doch im Namen aller bekannt hatte: "Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!" (Mt 16,16). Aber das war noch vorher gewesen, ehe all dies geschah. Jetzt war ihre erste Reaktion auf die Botschaft, der Herr sei auferstanden, Erschrecken, Angst und hilflose Abwehr einer zaghaft aufkeimenden Hoffnung. Und das geschah ihnen, denen ER dreimal feierlich gesagt hatte, wie es kommen würde. Daß der Menschensohn "vieles erleiden...getötet werden...aber am dritten Tage auferweckt" würde (Lk 9,22). Er mußte erst in ihren Kreis treten, mit ihnen sprechen und essen, ehe sie wirklich glauben konnten, daß er bei ihnen lebendig sei. Warum trauen wir Gott so wenig zu?

ir glauben doch, daß er uns und alles, was lebt, geschaffen hat, und bewundern seine Macht und Größe. Warum zweifeln wir, daß es ihm ebenso möglich ist, uns nach dem Übergang, nach Beendigung unserer irdischen Aufgabe, einen neuen, unsterblichen Leib zu geben? Und wenn der Herr uns auch nicht gesagt hat, wie das geschehen und sein wird, er hat uns versprochen, dass es sein wird. Das sollte uns genügen, und wir dürfen die Osterfreude einlassen in unsere kleingläubigen, verängstigten Herzen. Besonders wenn uns die Mühsal des Alters und der Krankheit bedrückt, wenn wir Stück um Stück unserer irdischen Existenz zurückgeben müssen, soll der glorreiche Rosenkranz uns herausführen aus dem Vergänglichen. Und wir werden getröstet sein.

ie Heilige Schrift erwähnt in dem Bericht über die Auferstehung des Herrn seine Mutter nicht; aber wir dürfen sicher sein, dass sie ihn zuerst sah und freudig glaubte.

lauben aber ist Gnade - und so bitten wir die Mutter unseres Herrn in diesem Geheimnis des Rosenkranzes um ihre Fürsprache:

egrüßt seist du, Gnadenvolle, dein Sohn ist auferstanden! Erbitte uns die Gnade des Glaubens und das Vertrauen auf unsere eigene Auferstehung, die uns versprochen ist von deinem Sohn, unserem Herrn Jesus Christus, der von den Toten auferstanden ist.