EDANKEN ZUM SCHMERZHAFTEN ROSENKRANZ

rstes Geheimnis:

er für uns Blut geschwitzt hat

"In seiner Angst betete er noch inständiger und sein Schweiß tropfte wie Blut zur Erde..." (Lk 22,44)

ohl kaum an einer anderen Stelle seines Erdenlebens ist Jesus uns menschlich so nahe wie hier. Hier fühlen wir mit ihm, hier verstehen wir ihn; denn wer von uns wüßte nicht aus eigener Erfahrung um die Angst. Lernten wir sie nicht schon in der Kindheit kennen und suchte sie uns nicht unser ganzes Leben hindurch immer wieder heim? Jeder von uns hat seine ganz persönliche Angst vor Problemen und Schwierigkeiten.

nd hat es je eine Zeit gegeben, in der die Angst so vorherrschend war wie heute? Die Angst vor Krieg, Chaos, Atombomben, Angst vor der unbekannten Zukunft?

ohl suchen wir sie zu betäuben, zu überspielen, aber sind wir einmal, etwa durch Krankheit, zur Untätigkeit, zur Stille gezwungen, dann überfällt sie uns wieder, wir sind ihr ausgeliefert. Wie sollten wir die Angst des Herrn nicht verstehen?

nd doch ist es tröstlich zu wissen: ER hat die Angst mit uns geteilt, ist uns nahe in unseren Ängsten.

er von uns hat nicht schon in solchen Stunden nach dem Rosenkranz gegriffen und erfahren, daß die Betrachtung der Todesangst Christi unsere Probleme zwar nicht aus der Welt schafft, uns aber doch aufzurichten und zu stärken vermag, wenn wir, teilnehmend an seiner Angst, mit seinen Worten zum Vater rufen: "Nimm diesen Kelch von mir, aber nicht wie ich will..."

ieses "nicht wie ich will" fällt uns schwer; zehnmal wiederholen wir im Rosenkranzgebet: Der für uns Blut geschwitzt hat - vielleicht müssen wir es viel öfter sagen, bis wir uns gestärkt und getröstet fühlen, weil ER um unsere Angst weiß und sie selbst durchlitten hat. Noch etwas berührt uns tief, wenn wir Jesu Ölbergstunde überdenken. Er wollte nicht allein sein. Seine vertrautesten Freunde nahm er mit und bat: "Bleibt hier und wacht mit mir." Auch wir möchten nicht allein sein, versuchen uns festzuhalten und aufzurichten an der Liebe und Treue derer, die uns nahestehen... Nun, wir wissen, Jesu Freunde schliefen ein.

as erste Geheimnis des Schmerzhaften Rosenkranzes wird uns gewiß nicht zu lang, wenn wir überdenken, was geschah, und hineinlegen, was neben uns fortwährend geschieht:

err, laß uns nicht einschlafen, wenn Du in unseren Mitmenschen leidest. Laß uns mit ihnen fühlen und sei mit uns allen, die Angst haben, Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat.