iertes Geheimnis:
er für uns das Kreuz getragen hat
"Er trug sein Kreuz und ging hinaus zu dem Platz, der Schädel(höhe) genannt wird" (Joh 19,17)
s ist ein alter, frommer Brauch, den Kreuzweg zu beten, den Herrn auf seinem schweren Gang zu begleiten. Wir sprechen gemeinsam die Gebete, singen die alten Lieder und lassen die Darstellungen der einzelnen Stationen auf unser Gemüt wirken.
romme Rührung ist zu wenig, die Worte Jesu gelten auch uns: "...weint nicht über mich, weint auch über euch und eure Kinder..." (LK 23,28).
er Kreuzweg ist nicht beendet, wird nie enden, solange es Menschen gibt. Mögen uns die Großen dieser Welt ein irdisches Paradies versprechen, mögen wir in unserer eigenen kleinen Welt an unserem eigenen kleinen Himmelreich basteln - wir bleiben Kreuzträger.
ielleicht nicht gerade eben jetzt - aber wir wissen, es ist uns immer nahe und wir haben es bereits, jeder von uns, am eigenen Leibe gespürt. Vielleicht gab es in unserem Leben einen Simon, der es uns abgenommen hat; aber wir wissen nicht, wann wir es wieder selber tragen müssen. Eines aber wissen wir: Die letzte Wegstrecke müssen wir es selbst tragen, jeder von uns.
er Kreuzweg ist nicht zu Ende. Christus geht ihn mit der Menschheit durch die Zeiten. Wir haben Anteil daran. Vielleicht waren wir manchmal Simon, belastet mit einem fremden Kreuz, vielleicht ist es uns sogar gelungen, es ohne Murren zu tragen, obwohl sich unsere menschliche Natur dagegen wehrt.
ielleicht sind wir einmal Veronika und haben das Tuch bereit, um ein Leidensantlitz zu trocknen. Oder sollten wir uns etwa in den Reihen derer finden, die am Wegrand stehen, mehr oder weniger unbeteiligt? Oft beschäftigt uns unser eigenes Kreuz viel zu sehr, um noch sehen, hören, fühlen zu können, was neben uns geschieht. Aber wenn wir zurückblicken, unser Leben überdenken mit all dem Schweren, das es uns gebracht hat, erkennen wir: Im Leid sind wir gewachsen, stärker, reifer, ruhiger geworden.
ir stellen uns den Herrn vor, wie er die Kranken heilt, die Hungernden sättigt, den Stürmen gebietet - aber wenn wir ganz am Boden sind, suchen wir Trost und Zuflucht beim "Schmerzensmann" Jesus, der uns auch dann noch versteht, wenn uns auch die liebsten Menschen nicht mehr zu folgen vermögen.
err, in jedem leidenden Menschen begegnest DU uns. Laß uns das nicht vergessen, Jesus, der für uns das Kreuz getragen hat.