(Werke Nr. 14)
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extauszug:
St.Nikolaus
Sog, wos verlongt der liebe Gott?
Wos is des wichtigste Gebot?Knabe
Des erste: Wir solln Gott den Herrn
vor olln andern liabn und ehrn
und's zweite is den erstn gleich:
in olle Menschn, oarm und reich,
solln mir in Herrn und heiland sehgn,
er nimmts, olls wa's eahm selber gschehgn!
n der zweiten Szene läßt St. Nikolaus Luzifer mit seinen Teufeln zur Tür herein. Die Teufel entzünden im Kessel das Höllenfeuer, andere errichten für Luzifer einen Thron. Sie tanzen laut um das Feuer herum, dann hält Luzifer seine Rede:
extauszug:
Ma hoaßt mih Satan, Höllenfürst -
Oh Mensch, obs d'mih wohl kenna wirst?
I bin doh Joahr und Tog nebn dir!
(kichernd)
I kimm dir goar nit teuflisch vür,
du nimmst mih jo nit ernst und denkst
an Bocksfuaß, Hörndl? - Des is längst
schon überholt und nit modern!
Heut spiel i nur in noblen Herrn
und des is ollas, wos i tua!
Ös rennts ma eh va selber zua!
Ös lochts und moants, i bin nur mehr
an olte Gschicht von Ähnl her,
und d'Höll, wo enka Kramperl throhnt,
wa manchmol weiter wia da Mond.
An dummen Teufl nennts mih ah -
des is ma recht, haha, haha!
nschließend berichten die Teufel ihrem Anführer von ihrem Werk, das sie im vergangenen Jahr vollbracht haben.
extauszug:
Die Stroßn is mei Jogdrevier!
Mei Woaz steht in da schönstn Blüah.
I spring an Mopedfoahrer noch,
aft huck i auf an Autodoch,
i brauch nur "schneller, schneller!" sogn
und wia da Sturm saust Wogn um Wogn.
"Foahr schneller - überhol den Koarrn!
Geh, traust dih leicht nit schneller foahrn?"
Bua, sowas wirkt, do sollst es sehgn,
wias eah in d'Kurvn einilegn!
Am Stroßnrond, der olte Monn
hot ausglebt! "Foahr schnell! Foahr davon!"
Bold schepperts do und bold kleschts durt,
bin i dabei, gibts Scherbn und Bluat!
Der Mensch, der siacht und kennt mih nit -
den oan und andern nimm i mit!
uletzt ist doch das Gute stärker, St. Nikolaus weist Luzifer und seine Teufel wieder aus dem Haus. Die Mahnung bleibt aber bestehen, daß das Böse ständig um uns ist. Wir dürfen die Augen nicht verschließen und müssen wachsam sein, nur so können wir den Gefahren widerstehen.