' olte Bed
ufn Dochbodn, in an Winkl hint,
wo des ganze Joahr neamd zuwifindt,
volla Staub, mit Spinnhäut übazogn,
durt und do van Holzwurm a weng z'nogn
loant no va da Ahnl 's olte Bed.
oar seit zwoanzg Joahr nia davon
die Red,
seit daß d' Ahnl dreinglegn is und gstorbn
hots neamd braucht, is's übaflüssi woarn.
ber neuli han i's vüragramt,
gwaschn, zamgstellt und dabei so tramt
und so groat, woaß selber nit wia ra' -
grad, wia wans a leberts Stückl wa'
va da Ahnl und da oltn Zeit . . .
Und i loahn ban Fenster schau in d' Weit,
siach a Keuschn stehn in Grobn weit hint,
a jungs Dirndl drein, no frei a Kind,
pockt do grod ihr Wanderpinkerl zom.
Nimmt an Weichbrunn, sogg: "In Gottes Nom!"
Vor da Haustür steht da Ochsnkoarn,
's neuche Bed is aufglodnt, hiaz wird gfoahrn.
Geht da Voda nebn an Dirndl her:
"Mirzerl, woaßt, i gebert dir gern mehr,
weilst zan Redl muaßt in Reittal obn -
wird da nit schlecht gehn, ma hörtn lobn -
mei, und orbatn hoaßts überoll.
Sei holt brav und schau eah guat am Stoll,
folg da Bäurin und in Bau'n - und sist
denk holt dran, daß d' eahna Deanstbot bist!
Ghört da Hof und's Viech a nia nit dein,
müaßast eppa ollwei Deanstleit sein,
sei holt zfriedn, weilst do für d'Ruah und Rast
denner wohl a oagne Bedstott host!"
"Jo", sogg d' Mirzerl stad. - Wias dusn wird,
is sie schon ban Redl einquartiert.
's neuche Bed hots hint in d' Kammer trogn,
mit an rupfan Leintuach übazogn
und a blaubleamlate Hüll obnauf.
Folln die erschtn Hoamwehzacherl drauf.
ft geht d' Orbat an, in oller
Früah
san die Sau zan Fuadan und die Küah,
Heu van Stodl schmeißn und a Strah hertrogn
und die Kalbln aufn Anger jogn;
in da Kuchl helfn und am Acker ent,
flicka no auf d' Nocht, wanns Liacht scho brennt.
"Mirzerl, spring!" so hoaßts va früah bis spot,
daß sie's Hoamweh bold vagessn hot.
Follt zaunmüada eini in ihr Bed,
denkt am Voda auf und auf sei Red,
bet' ihr Nochtgebet - und in da Ghoam,
kimmt ihr völli vür, sie wa' dahoam.
ia so d' Joahr vagehn, oans nochn
ondern,
is da Mirzl do amol ums Wondern.
Hot da Lenzbau' gmoant, sie wa' eahm recht
in sei' Berghuabn aufi - wanns holt möcht.
So hot d' Mirzl nocha do ihr Bed
gnomma und in d' Oanschicht aufigstellt.
Bleibb oan do a meiner Seel nix gschenkt,
is sie denna froh, wanns a so denkt -
za da Orbat is's hiaz ganz alloan,
schafft neamd an mit ihr, wias will, mags toan.
Fuada sichln, Strah heugn, Rindn klaubn,
Mist anradln und aufs Jungviech schaun . . .
Kunnst as jodln hörn hellauf in Wold,
weil da Holzer Sepp sogg, daß's eahm gfollt!
Daß's in Voda frei und 's Nochtgebet
grad vor lauter Liab vagessn hätt!
ber wias holt oft so geht in
Lebn,
hots für d' Mirzl a koa Glück nit gebn.
Üba Nocht hot olls da Reif vabrennt -
und in Sepp, den hot a Bloch darennt.
Maustot homsn obitrogn van Schlog.
Still und bloach woar d' Mirzl, hot nix gsogg,
und nur 's Bed hot gwißt va ihra Not,
weils in Polster hoamli noßgreahrt hot.
ia die Zeit vageht, so noch zwoa
Summa,
springt da kloane Sepperl schon nebn uma.
D' Mirzl orbat fleißi, früah und spot,
grad a so, wia sie's von eh tan hot.
Nimmts kam woahr, die Zeit rennt frei davon,
mocht van Sepp an stoarkn, bravn Monn -
va da Mirzl oba a scho bold
a kloans Weiberl, müad und grau und olt . . .
Und a so is's nocha mit sechzg Joahrn
unsa liabe, olte Ahnl woarn . . .
nd i roat a so, es kimmt ma vür,
wia wanns ganz leibhafti stand vor mir
und stad locht und dabei hoamli redt . . .
Schlof guat, Ahnl, in dein letztn Bed!
ocha han i Wäsch und Deckn gholt,
wia wann d' Ahnl wieder kemma sollt.
Han die olte Bedstott frisch bezogn
und mei jüngstes Büaberl einitrogn!
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