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oms in Rotrock scho'
aufi am Golgnbichl gführt
a Rotrock is gstondn
vorn Kini sein Thron,
und hot er ah zittert, des kennt eahm neamd on.
"Großmächtiger Kini, mei' gnädiger Herr,
so treu ols wia i is Enk gwiß koana mehr.
Han olls für Enk ton, und i tats ah noh heint,
aber is holt a so, - viel Ehr mocht viel Feind.
Des is mein Vahängnis! I siach Enk in Zorn,
woaß nit, wos Enk über mih vürglogn is worn.
Aber wanns mih hiaz onhöts, aft werd es glei sehgn,
wia mir durchn Neid bitters Unrecht is gschehgn."
a Kini, der schreit,
und er zittert vor Zorn:
"Loß bleibn deine Redn, mogst dir's Schmeichln daspoarn!
Du vülfocha Mörder, treibst dih uma in lond,
mein Volk bist a Schreckn, mein Reich bist a Schond!
A jeder, der do is, san eahna grod gnua,
der schreibt auf dei' Schuldbuach a Gsetzl dazua,
du bringst meine Bürger in Schond und in Not,
han long gnua Geduld ghobb, - hiaz zohlst mitn Tod!"
"Es is ma van Schicksol wohl aufgsetzt scho gwest,
daß i mitn Guatsein nur draufzohl auf d'Leßt.
Da Bär und da Schnurz? - Jo, de hom mi vaklogg.
I han eah guat grotn und hob eahs jo gsogg,
aber de hom nit zuaghört vor Gama und Gier,
und so is's passiert. Liegt d' Schuld do ba mir?"
a Kini ruaft olle hiaz
noch da Reih vor,
und olle hom z'klogn, is a endlose Schoar.
Und oll sogn des gleiche: "Um den is nit schod,
vadeanat nit oamol, na zehnmol in Tod."
nd 's Urteil is gsprocha
und soll ah glei gschehgn,
noh heint werns in Rotrock am Golgn hänga sehgn.
it Strick wird er bundn,
am Richtplotz hingführt.
Nur seine Vawondtn, de hots sovül gstiert,
sogn in Kini in Deanst auf. Wias fuat san an Oat,
tuats hoamli in Kini scho bold wieder load.
De Sippschoft is groß, und guat zbraucha woars ah,
hiaz stehn noch da Reih die Ministerstuhl laa!
Da Fuchs nutzt ma mehr wia zwoanzg Bärn, des is gwiß -
wos hilfts, wann oans brav, aber tolpotschat is?
Daweil daß der Kini so roat und sinniert,
homs in Rotrock scho aufi zan Golgnbichl gführt,
und oll helfn zom mit a grimmign Freud:
"Hiaz, Vetter, hoaßts zohln, hiaz is's endli soweit!"
Und wia da oarm Sünder zan Golgn aufischaut,
wird eahm hoaß, wird eahm kolt, wird eahm eng in da Haut.
Loßt aber nix mirka, schaut demüati drein,
ols druckatn d'Schuld und er sechat olls ein,
und denkt sih dabei: Ban Kota sein Boart,
hiaz müassat ma einfolln des richtige Wort!
Und fong olsdann on: "Auf mih woart da Tod,
i hobn vadeant, und i bitt nit um Gnod.
Loßts mih vor enk mei' Vafehlung beklogn,
daß nit müaßt an ondas mei Schuld eppa trogn."
ogg da Kini: "Die
Beicht is koan Sünder vawihrt!"
Hom etliche völli Daboarmnis scho gspürt.
In Fuchs wird scho leichter, - is's Redn eahm dalaub,
wer woaß. ob da Kini nit wieder olls glaub
und schenkt eahm sei Lebn, bring'n wieder za Ehrn.
Hiaz redt er, sei Stimm is, ols müassat er reahrn.
"Mei Lebn, wann i zruckdenk, hot wohl nur oan Sinn:
Daß i za mein Unglück auf d' Welt kema bin.
Woar scho olsa Kloana a unruahrigs Bluat,
bin öfter, ols recht woar, van Elternhaus fuat.
Han wohl ah nia glernt, wos brav is und recht,
und gmoant, ma konn eh olls toa, wos ma grod mecht.
So hon i scho zeiti - in Himml sei's klogg,
um Antn und Heahna und Gäns nit long gfrogg.
Die Gfoahr hot mih glockt, hot mih olleweil triebn,
a Kitz han i gnomma, ba oan is's nit bliebn;
so han i guat lebb durch oll meine Joahr,
hon goar nit bemirkt, wia schlecht daß i woar.
Vielleicht hätt i's einkennt, hätts mei Unglück nit wölln,
daß i Freundschoft han gschlossn mi'n Wolf, mit den Gsölln.
Weitschichti bin i mit eahm jo vawondt,
hätt gmoant, es wa' guat, wann ma gehn mitanond.
Und guat is's ah gwesn, - oba gwiß nit für mih!
Er holt sih des Fleisch, und die Boana kriag i.
Wia oft hon i eahm a fetts Bratl zuabrocht
und mia dabei nix ols wia Feindschoftn gmocht.
Wos homs mih wegn seiner oft droschn und ghaut,
und i bin eahm Feind gwest und hob eahm vatraut!
Aber er, der is ollwei noh gieriger worn,
wann i mein Teil wölln hätt, wia is er do gfoahrn
mit mir Hascher, hot mih beutlt und gjogn,
va eahm aus hätt i nix z'beißn und n'nogn.
Zan Glück bin i weiter nit ongstondn drauf,
i suach holt mei hoamliche Schotzkommer auf.
Mei Silber- und Goldschotz glongt hunatmol hin,
daß die Meinign koa Not leidn, wann i neama bin.!
a Kini lost auf, gonz
hoaß is eahm worn,
wiara do va an hoamlichn Schotz hot erfoahrn.
"Wos is des für Reichtum, wo host'n den her?"
"In Godsnom, i sogs holt, nutzt eh scho nix mehr.
Hätts nia sunst varotn - und nur aus dem Grund,
wal Enk de gonz Gschicht wohl vül Sorgn mocha kunnt.
Enka Lebn, großmächtiger Kini und Herr,
is ghängt an den Schotz! Enka Lebn und noh mehr!"
Hot die Königin aufgschrian, da Kini groß gschaut,
und's Volk, des hot sih kam Otnziagn traut.
Da Fuchs schaut zan Bodn, ols kunnt er vül sogn
und a schreckliche Gschicht hätt die Red eahm vaschlogn.
San oll gonz vadodat, und koans hot mehr gwißt,
redt da Fuchs do die Woahrheit oder is's nur a List?
Da Kini ruaft laut: "Noh wird er nit ghängt,
es geht um mei' Reich! A poar Stund san eahm gschenkt!
Wann er noh amol liagn sollt, aft is er valorn,
soll ohne Daboarma in d' Höll obifoahrn."
rauf reckt sih da Rotrock
und hebb wieder on:
"Ob so oder so, mei Lebn is vaton.
Hiaz zoaggs ma grod oan, der van Lebn die letzt Stund
zan Liagn und zan Folschsein vageudn noh kunnt?
Is wohl koa Vabrecha so hoart und so schlecht,
der nit am End holwegs guat umigehn mecht."
a Kini mecht nur va'
den Schotz wos erfoahrn,
und oll mitanonda sans neigieri worn.